Was leistet die Anwendung?

Mit dem Subventionswertrechner können Sie bereits vor Antragstellung überschlägig die Subventionswerte und Beihilfeintensitäten (Subventionswert in % der förderfähigen Investitionskosten) von Darlehen in ausgewählten ERP/-KfW-Programmen berechnen. Es werden Ihnen diejenigen ERP/-KfW-Förderprogramme zur Auswahl angeboten, in denen die KfW Beihilfen vergibt.

Im Allgemeinen Merkblatt zu Beihilfen finden Sie detaillierte Informationen zum Thema "Beihilfe", zur Berechung der Subventionswerte und der Beihilfeintensitäten sowie den zu berücksichtigenden Maximalwerten.

Der Subventionswertrechner erleichtert Ihnen, die Finanzierung Ihrer Investition und die Kombination von Fördermitteln zu planen. Auf Basis der eingegebenen Parameter werden automatisch die zum Berechnungszeitpunkt gültigen Zinskonditionen berücksichtigt und die Subventionswerte und Beihilfeintensitäten überschlägig kalkuliert. Der ausgewiesene Subventionswert ist für jede Preisklasse oder Bonitätskategorie innerhalb eines Förderprogramms identisch. Möchten Sie Fördermittel bei verschiedenen Fördermittelgebern zur Realisierung Ihrer Investition beantragen, können Sie nach Ermittlung des voraussichtlichen Subventionswertes eines ERP-/KfW-Darlehens prüfen, ob die maximalen Beihilfeintensitäten für Ihr Vorhaben voraussichtlich eingehalten werden (s. hierzu "Kumulierung" von Beihilfen in dem "Allgemeinen Merkblatt zu Beihilfen").

Systemvoraussetzung:

Die Anwendung ist für die Nutzung mit dem Internet Explorer (ab Version 6.0) und dem Mozilla Firefox (ab Version 2.0) optimiert und erfordert eine Internetverbindung.

Bedienungshinweise:

Bitte wählen Sie zuerst ein Kreditprogramm aus der Liste "ERP-/KfW-Förderprogramm (Name, Nr.)" aus. Anschließend spezifizieren Sie die Parameter: Laufzeit, Zinsbindungsdauer, Investitionsort und Freijahre. Es werden Ihnen alle zulässigen Kombinationen von Laufzeit und Freijahren zur Auswahl angeboten. Nun geben Sie die förderfähigen Investitionskosten und den geplanten Darlehensbetrag ein.

Bitte beachten Sie, dass zur korrekten Berechnung der Beihilfeintensität in einigen ERP-/KfW-Förderprogrammen in dem Feld "Förderfähige Investitionskosten" die Investitionsmehrkosten anzugeben sind. Davon sind Programme mit Umweltschutzbeihilfen betroffen. Dies sind insb. das KfW-Umweltprogramm (Komponente 3), das KfW-Energieeffizienzprogramm (Komponente 4), das KfW-Programm Erneuerbare Energien - Standard (Komponente 5) und - Premium (Komponente 4, 5 , 6 und 11), das BMU-Umweltinnovationsprogramm (Komponente 3, 4, 5, 6 und 7) sowie die Programme IKU - Energieeffizient Bauen und Sanieren und IKU-Energetische Stadtsanierung- Quartiersversorgung (Förderung auf Basis der AGVO Energieeffizienz bzw. hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung).

In den Programmen mit einem Tilgungszuschuss geben Sie bitte zusätzlich den voraussichtlichen Tilgungszuschuss ein, der sich nach der Art der Investition richtet.

Bitte beachten Sie, dass die Berechnungen im Subventionsrechner auf Basis der aktuellen Zinskonditionen, die zum Berechnungszeitpunkt gültig sind, durchgeführt werden. Diese Zinskonditionen können von den zum Zeitpunkt der Antragstellung gültigen Zinskonditionen abweichen, z.B. wenn in der Zwischenzeit eine Konditionenänderung durchgeführt wurde. Der endgültige mit dem Darlehen gewährte Subventionswert sowie die Beihilfeintensität werden Ihnen im Rahmen der Darlehenszusage der KfW verbindlich mitgeteilt.


Die Angabe einer Preisklasse oder einer Bonitätskategorie ist nicht erforderlich.

Glossar

Endfällig Endfällige Darlehen werden am Ende der Laufzeit in einem Betrag zurückgezahlt. Es sind während der Darlehenslaufzeit also nur die Zinsen und keine Tilgungsraten zu zahlen.
Laufzeit Laufzeit eines Darlehens bis zur vollständigen Tilgung.
Freijahre Zeit, in der ein Darlehen zwar verzinst, aber noch nicht getilgt wird.
Förderfähige Investitionskosten in EUR Die förderfähigen Investitionskosten in EUR sind der Teil der Investitionskosten, für die nach einer Beihilferegelung Beihilfen gewährt werden dürfen. Die beihilferelevanten ERP-/ KfW-Programme bestimmen die förderfähigen Kosten grundsätzlich so, dass sie auch den EU-Beihilfevorschriften genügen. Daher entsprechen die durch ein ERP-/ KfW-Darlehen geförderten Investitionskosten i.d.R. den förderfähigen Investitionskosten der EU-Beihilfevorschriften. Eine Sonderbestimmung gilt für Umweltschutzbeihilfen (Komponenten 3, 4, 5, 6 und 7) wie dem KfW-Umweltprogramm, KfW-Energieeffizienzprogramm, KfW-Programm Erneuerbare Energien - Premium und Standard, dem BMU-Umweltinnovationsprogramm sowie die Förderstufen A-E bei dem Programm IKU - Energetische Stadtsanierung - Energieeffizient Sanieren. Hier sind bei der Beantragung von Umweltbeihilfen nur die Investitionsmehrkosten als förderfähiger Investitionswert in EUR anzusetzen.
Werden anstelle von Umweltbeihilfen, "de-minimis"-Beihilfen (Komponente 1) oder KMU-Beihilfen (Komponente 2) beantragt, sind die Investitionskosten anzusetzen. Im Allgemeinen Merkblatt zu Beihilfen finden Sie detaillierte Informationen hierzu.
Darlehensbetrag Der Darlehensbetrag ist der beantragte Betrag zu 100%, wie er in der späteren Zusage ausgewiesen wird. Ein Disagio bleibt unberücksichtigt.
Subventionswert Der Subventionswert ist der absolute Betrag des Zinsvorteils eines KfW-Darlehens. Er wird unter Zugrundelegen der Zinsdifferenz zwischen einem jeweils bei Zusage gültigen Marktzinssatz und dem Zinssatz des KfW-Darlehens berechnet. Als Marktzinssatz wird dabei der von der EU Kommission festgelegte Referenzzinssatz bzw. der 10-jährige SWAP-Zinssatz für Deutschland (effektiv) bei Kreditprogramm 058 verwendet. Bei der Berechnung des Subventionswertes eines Darlehens wird auch berücksichtigt, dass der gesamte Zinsvorteil nicht -wie bei einem Zuschuss- in voller Höhe bei Auszahlung der Mittel, sondern über die gesamte Darlehenslaufzeit gewährt wird. Diese zeitliche Streckung wird durch die Bildung des Barwertes, welcher alle zukünftigen Zahlungen auf den Wert zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung abdiskontiert, berücksichtigt.
Im KfW-Programm Erneuerbare Energien - Premium - setzt sich der Subventionswert aus Zinsvergünstigung und Tilgungszuschuss zusammen.
Beihilfeintensität Setzt man den Subventionswert ins Verhältnis zu den förderfähigen Investitionskosten in EUR, ergibt sich daraus die sog. "Beihilfeintensität" in %.
Tilgungszuschuss Zusätzlicher Bonus/Zuschuss aus i. d. R. öffentlichen Mitteln, der auf ein valutierendes zweckgebundenes Darlehen bei Erreichen eines definierten Ziels als Sondertilgung zu einem festgelegten Zeitpunkt gutgeschrieben wird. Die Beantragung des Tilgungszuschusses erfolgt mit dem Darlehensantrag. Siehe auch Teilschulderlass.